Saison­rückblick 2002/03

Im Vergleich zu der Mannschaft, die aus der A-Liga abgestiegen war, startete ein stark veränderte Mannschaft in die B-Liga-Saison. Zwar stand mit Klaus Pelka nur ein völlig neuer Spieler im Kader, aber mit Daniel Dohmann, Markus Wintermeyer, Gerhard Isaak und Erwin Derksen avancierten gleich vier Spieler in ihrer ersten Saison als Senioren zu Stammspielern. Hinzu kam noch Reiner Conze, der nach seinem Studium in Köln seine Berufsausbildung in Warburg fortsetzen konnte und deshalb wieder regelmäßig spielen konnte.

Zum ersten Spiel musste der FC in Großeneder antreten, dessen erklärtes Saisonziel der Aufstieg war. Dieses Spiel wurde beim FC allgemein als Standortbestimmung gesehen, weil man sich über die eigene Spielstärke überhaupt noch nicht im klaren war. Der Saisonauftakt fand bei schönem Wetter auf einem gut bespielbaren Rasen statt und es wurde für die neu formierte Mannschaft eines der besten Spiele in dieser Saison überhaupt. Man dominierte die favorisierten Großenederer von Anfang an und ließ sich auch durch den Halbzeitrückstand von 0:1 nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich gewann man verdient mit 4:3.

Dieses Spiel sollte sich als gutes Omen für die gesamte Saison erweisen. Der FC setzte sich von Anfang an in der Spitzengruppe fest, löste Herlinghausen als Spitzenreiter ab und führte die Tabelle teilweise sogar mit einem respektabelen Vorsprung an. Dass es letztlich doch nicht zum ersten Platz gereicht hat, lag vor allem daran, dass man in der Rückserie teilweise leichtfertig Punkte vergab. In den Heimspielen gegen Großeneder und Natzungen leistete man sich Unentschieden und beim Tabellenletzten in Scherfede unterlag man sogar mit 0:1. Dass man das letzte Spiel mit 14:0 gewann, war ein versöhnlicher Abschluss, sollte aber die gezeigten Schwächen in den letzten Spielen nicht verdecken.

Ähnlich wie in der letzten Saison, als man in einer Reihe von „Endspielen“ den Klassenerhalt hätte sichern können, verpasste es der FC, sich frühzeitig von seinen Verfolgern abzusetzen und konnte am Schluss den 2. Tabellenplatz nur mit einem Punkt Vorsprung vor Bühne retten. Über die Gründe dafür ist innerhalb der Mannschaft viel gesprochen worden. Man muss einfach akzeptieren, dass viele Spieler auf dem Platz alles geben, um zu gewinnen, aber eben nicht bereit sind, sich durch regelmäßiges Training optimal auf die Spiele vorzubereiten. Wenn man aber bedenkt, dass man sich am Ende der letzten Saison Gedanken darüber machen musste, wie es überhaupt weitergehen sollte, kann man ein absolut positives Saisonfazit ziehen. Man hat überhaupt nicht daran gedacht, sich in der Spitzengruppe zu behaupten oder um den Aufstieg zu spielen. Insofern hat man in dieser Saison viel mehr erreicht, als man sich vorgenommen hatte.

Der FC Siddessen hat einen Kader mit vielen jungen Spielern, die in Siddessen wohnen oder sich mit Siddessen verbunden fühlen, und das Ziel des FC kann es nur sein, mit diesem Spielerstamm auch in den nächsten Jahren eine intakte Mannschaft zu stellen. Sollte sich die Trainingsleistung der Mannschaft insgesamt verbessern, kann man daran arbeiten, die spielerische Qualität zu erhöhen. Die Mannschaft ist immer noch sehr abhängig von der Form ihrer Führungsspieler.

Obwohl sich viele Spieler aus der diesjährigen Mannschaft gesteigert haben und mit ihrer Leistung vollauf zufrieden sein können, möchte ich zum Abschluss dieses Saisonfazits zwei Spieler doch noch einmal besonders herausstellen. Das ist zum einen Friedhelm Bröker, der sich als Vorsitzender des FC ungemein für den Verein eingesetzt und trotzdem noch Zeit zum Training gefunden hat. Es ist schön, dass es gerade ihm vorbehalten war zum Abschluss seiner aktiven Laufbahn, das letzte Tor der Saison zu schießen. Zum anderen ist es Sascha Rochell. Sascha Rochell wäre auch für viele höherklassige Vereine ein Gewinn. Umso wichtiger ist seine Rolle im FC. Durch seine Dynamik und seinen Zug zum Tor ist er für die Mannschaft unverzichtbar, da er Spiele alleine entscheiden kann.