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Glücklicher Punktgewinn in Manrode: SC Manrode – FC Siddessen 0:0

Der erste Punkt ist unter Dach und Fach. Mit einem torlosen Remis kam der FC in Manrode zu einem -zugegebenermaßen sehr glücklichen- Punktgewinn. Der FC musste heute wieder ersatzgeschwächt antreten. Mit den verletzten Sebastian Saggel und Holger Ernst und dem beruflich verhinderten Alexander Thiel fehlten heute drei Stammkräfte.

Zum Glück hatte Daniel Dohmann seine Verletzung vom letzten Sonntag auskuriert und im Tor stand wieder Stammkeeper Christian Rochell. Zum ersten Mal spielte auch Neuzugang Daniel Nauendorf von Beginn an.

Trotzdem stand der FC sofort stark unter Druck. Bereits in der ersten Minute musste Christian nach einem Kopfball aus 5 Metern per Fußabwehr klären. Nur zwei Minuten später trafen die Manroder mit einem weiteren Kopfball nur den Außenpfosten. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis der FC die erste nennenswerte Chance hatte. Christian Bröker fälschte einen Weitschuss von Daniel Dohmann gefährlich ab, aber leider ging der Ball über das Tor. Bevor es in die Pause ging, musste noch einmal die Querlatte für den FC retten. Nach einem Freistoß hatten die Manroder wieder einmal ein Kopfballduell im Siddessener 16er gewonnen.

Nach der Pause setzte sich der Einbahnstraßenfußball fort. Es brannte mehrmals lichterloh im Siddessener Strafraum, und das Team kann sich einmal mehr bei Christian Rochell bedanken, dass es ohne Gegentor blieb. Aber eigentlich gab es Szenen, in denen jeder Abwehrspieler -egal ob es Reiner Conze, Markus Gerson oder Gerhard Isaak war- mindestens einmal in höchster Not retten musste. Die Manroder trafen auch noch einmal die Querlatte, und zu allem Überfluss prüfte ausgerechnet der beste Siddessener Feldspieler Daniel seinen eigenen Keeper mit einem verunglückten Flugkopfball (70. Min.)

Insgesamt muss man der gesamten Siddessener Abwehr für ihren Einsatz ein hohes Lob zollen, aber es bleibt auch kristisch anzumerken, dass manch prekäre Situation auch dadurch entstand, dass der Ball nicht frühzeitig oder deutlich genug geklärt wurde. Es gab da doch so manchen bedenklichen Querschläger.

Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass der FC durchaus die Möglichkeit zu Toren hatte. Aus dem Spiel heraus leitete Daniel Dohmann die größte Chance über die rechte Seite ein. Ein kluger Pass auf seinen Bruder Alexander und plötzlich standen zwei Siddessener Angreifer nur noch einem Manroder Abwehrspieler gegenüber. Leider fing dieser den Pass von Alexander auf den freistehenden Christian Bröker ab. In der letzten Minute scheiterte Daniel dann noch mit einem gefährlichen Freistoß aufs kurze Eck an dem Manroder Torwart. Der unermüdliche Daniel Dohmann war an fast allen Offensivaktionen beteiligt und arbeitete auch noch in der Defensive.

Am Einsatz fehlte es heute bei den anderen sicher auch nicht, 3 gelbe Karten und sehr viele (aber keine bösartigen) Fouls bestätigen diesen Eindruck. Spielerisch bleibt aber noch ganz viel Luft nach oben. Das weiß keiner besser als Coach Reinhard Bobbert, der sich mit dem Ergebnis, aber nicht mit dem Spiel zufrieden zeigte. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch der dritte Neuzugang des FC Hubertus Kleine in der zweiten Halbzeit sein Saisondebüt gab. Für Manrode war es aufgrund der vielen klaren Torchancen und der überlegenen Spielweise sicher eine gefühlte Niederlage.

Aufstellung: Christian Rochell, Gerhard Isaak, Erwin Dweksen, Markus Gerson, Reiner Conze, Alexander Dohmann, Daniel Nauendorf, Daniel Dohmann, Bastian Haiduk (46. Hubertus Kleine), Oliver Dorau (67. Christopher Lehr), Christian Bröker

Karten: Daniel Dohmann (gelb), Alexander Dohmann (gelb), Oliver Dorau (gelb)