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SV Hohenwepel – FC Siddessen 1:5 (1:2)

Am Ostermontag drehte der FC Siddessen endlich mal wieder richtig auf. Gleich fünf Eier legte man dem SV Hohenwepel ins Netz. Genauer gesagt waren es nur vier und ein Eigentor. Zwar hatte der FC den ersten Sieg 2004 schon angepeilt, doch aufgrund einiger Personalprobleme, schien dies kein leichtes Unterfangen zu werden. Der FC musste auf Daniel Dohmann, Markus Wintermeyer, Viktor Derksen und Eugen Dick verzichten. Dafür sprangen Friedhelm Bröker und Reinhard Bobbert kurzfristig ein. Zudem machte Sascha Rochell sein erstes Spiel in diesem Jahr.

Nach vier Minuten jedoch schien das alte Leid weiterzugehen. Nach einem zu kurzen Torabschlag und einem 20 Meterschuss stand es 1:0 für die Hausherren. Der FC brauchte einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, riss das Spiel dann jedoch zunehmend an sich. In der 23. Minute war es dann soweit. Nach einer Ecke stieg ein Hohenwepeler am höchsten und verlängerte den Ball zum Ausgleich in die eigenen Maschen. Nur zwei Minuten später überraschte ein verunglückter Weitschuss von Johannes Bobbert die aufgerückte Hohenwepeler Hintermannschaft. Sascha Rochell reagierte am schnellsten, umkurvte den Schlussmann und schob zum 1:2 ein. Dies war auch der Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Der FC machte weiter das Spiel, erspielte sich jedoch keine zwingenden Torchancen. Es dauerte wie schon im ersten Durchgang 23 Minuten, ehe die Siddessener erneut zuschlugen. Nach schönem Zuspiel von Johannes Bobbert hatte Sascha Rochell keine Mühe die Führung auf zwei Tore auszubauen, als er alleine auf das Hohenwepeler Tor zulief. Spätestens zu diesem Zeitpunkt merkte der SV Hohenwepel, dass das Spiel gelaufen war. Es häuften sich nun die Frustfouls und ein härteres Durchgreifen des Daseburger Schiedsrichters wäre wünschenswert gewesen. Es verging kaum ein Spielzug, der nicht mit einem Foul endete. In der 74. Minute hätte Johannes Bobbert seine gute Leistung beinahe mit seinem ersten Saisontor gekrönt, doch ein Spieler rettete auf der Linie für den bereits geschlagenen Keeper. Zwei Minuten später sorgte dann jedoch Kapitän Reiner Conze für die endgültige Entscheidung. Nach einer Ecke bediente Erwin Derksen seinen Kapitän, der dann aus etwa zwei Metern einschob. Mittlerweile konnten sich die Hohenwepeler wirklich beim Unparteiischen bedanken, dass sie immer noch komplett waren. Trotz weiterer übeler Fouls und einer eindeutigen Notbremse beließ es der Schiedsrichter bei Ermahnungen. In der 87. Minute durfte dann doch noch einer vorzeitig duschen gehen. Der Hohenwepeler Schlussmann konnte zwar einen Schuss von Andre Ludwig parieren, doch anschließend wusste er sich nur noch mit einer Notbremse außerhalb des Strafraums zu helfen. Der fällige Freistoss brachte jedoch nichts ein. In der 90. Minute umkurvte Sascha Kleine-Wilde, nach einer Ecke, die gesamte Hintermannschaft inklusive des Reservekeepers, wurde dann aber zu Fall gebracht. Das Spiel lief jedoch weiter. Erst als Klaus Pelka von den Beinen geholt wurde, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Sascha Rochell schnappte sich die Kugel und setzte mit seinem dritten Tor auch den Schlusspunkt dieser Partie.

Fazit: Endlich konnte der FC seinen ersten Dreier im Jahr 2004 einfahren. Großen Anteil daran trägt natürlich der dreifache Torschütze Sascha Rochell. Auch die Hintermannschaft um Libero Johannes Bobbert und Gerhard Isaak konnte überzeugen. Fest steht jedoch auch, dass sich die Gastgeber als schlechter Verlierer zeigten und sich oft nur mit rüden Fouls zu helfen wussten. Mitte der zweiten Halbzeit grenzten einige Attacken an Körperverletzung. Verletzungen wurden in Kauf genommen und nicht selten waren die Beine des Gegners wichtiger als der Ball. Dies heizte natürlich auch die Siddessener Zuschauer an. Solche Szenen gehören einfach nicht auf den Sportplatz und einige Hohenwepeler Akteure wären vielleicht beim Kampfsport oder beim Holzhacken besser aufgehoben. Sicher trägt auch der Schiedsrichter Schuld daran, dass es zu solch unschönen Szenen kam. Es kann einfach nicht sein, dass ein Spieler die Gelbe Karte bekommt, weil er sich über die rüden Attacken des Gegners beklagt, während Foulspieler ungestraft davonkommen. Die Rote Karte für den Hohenwepeler Schlussmann war aufgrund der Notbremse zwar berechtigt, aber es war bei weitem nicht das schlimmste Foul und böse Absicht war auch nicht zu erkennen.

Aufstellung: Pierre Otte, Dennis Ludwig (60. Reinhard Bobbert), Johannes Bobbert (83. Friedhelm Bröker), Thomas Dorosala, Gerhard Isaak, Erwin Derksen, Reiner Conze, Sascha Kleine-Wilde, Andre Ludwig, Sascha Rochell, Klaus Pelka

Tore: 1:0 (4.), 1:1 Eigentor (23.), 1:2 Sascha Rochell (25., Vorlage Andre Ludwig), 1:3 Sascha Rochell (68., Vorlage Johannes Bobbert), 1:4 Reiner Conze (75., Vorlage Erwin Derksen), 1:5 Sascha Rochell (90., Vorlage Klaus Pelka)

Karten: Sascha Rochell (gelb)