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Die Offensiv-Cup-Fahrt begeisterte alle mehr als das Spiel

Quelle: Neue Westfälische

Dortmund. 80.708 Zuschauer, ausverkauftes Haus. Der Signal Iduna Park, das ehemalige Westfalenstadion, ist und bleibt eins der ganz großen Fußball-Mekka Europas. Mit dabei: Die Mannschaften des SV Brenkhausen/Bosseborn und des FC Siddessen. Die Gewinner des Offensiv-Cups, dem Pokal der Neuen Westfälischen, der Volksbank Paderborn-Höxter und der Gräflich von Mengersenschen Dampfbrauerei Rheder, sahen gemeinsam mit den Sponsoren den 1:0-Sieg des ehemaligen Champions League-Siegers Borussia Dortmund über Bundesliga-Dino Hamburger SV.

Neue Westfälische

Der Offensiv-Cup – für die Kreisligisten der Sportkreise Höxter und Warburg ist der Pokal inzwischen eine Institution, eine heiß begehrte Trophäe. Höhepunkt bildet die alljährliche Abschlussfahrt der Siegermannschaften zu einem Bundesliga- oder Länderspiel. In der Historie wurden bereits Spiele in Mönchengladbach, Gelsenkirchen, Leverkusen, Hannover und Hamburg besucht. Besonders oft führte die Reise nach Dortmund. So auch diesmal. Eine gute Wahl, immerhin hat die schwarz-gelbe Elf im Kreis Höxter besonders viele Sympathisanten.<br/><br/>Traditionell gut und lecker ist und bleibt die Verpflegung auf den Abschlussfahrten. Zweimal gab es Gutes für den Magen: Ein zweites Frühstück auf der Hinfahrt, ein Abendessen mit Brötchen und Schnitzel auf der Rückfahrt. Außerdem war der Bauch des Busses bis auf den Rand mit herrlich frisch gekühlten Getränken gefüllt. Neben Bier und Mixsorten aus dem Hause der Gräflich von Mengersenschen Dampfbrauerei Rheder gab es auch Kostproben des neuen Offensiv-Cup-Partners: Mit Germeta Brunnen engagiert sich erstmals eine im Sportkreis Warburg ansässige Firma.

Zusammen mit der Neuen Westfälischen, der Volksbank Paderborn-Höxter und der Gräflich von Mengersenschen Dampfbrauerei Rheder fußt der Offensiv-Cup somit künftig auf den Schultern von vier starken Partnern.

Allzu weit war der Fußweg von Busparkplatz ins Stadion allerdings nicht: Die Plätze lagen in der Nordwestkurve – mit gutem Blick auf Spielfeld, Hamburger Gästeblock und Südtribüne. Apropos Südtribüne: An ein Tor vor der schwarz-gelben Fanwand erinnerte sich Siddessens BVB-Fan Pierre Otte noch genau. Dort wurde er einstmals Südtribünenmeister. Irgendwann zwischen 1993 und 1994. Und das Spiel diesmal? “Super Fahrt, aber die Profis unten auf dem Rasen haben anscheinend nicht die richtige Lust”, so der mehr oder minder einstimmige Tenor.

In der Tat: In die Bundesliga-Historie der spannendsten Begegnungen aller Zeiten dürfte die Partie vom 16. September zwischen Dortmund und Hamburg sicher nicht eingehen. Ein kleiner Wermutstropfen, der beim Blick auf die Anzeige schnell wieder verflogen war. Bielefeld schlug Bayern. Das sorgte, zumindest bei den Nicht-Bayern-Fans, für Freude.

Auf der Rückfahrt machten sich die Mannschaften ihre Gedanken. Darüber, wie eine Offensiv-Cup-Titelverteidigung zu bewerkstelligen wäre. A-Ligist Brenkhausen hängt nämlich zurzeit vor allem dem TuS Amelunxen ein wenig hinterher – ein Rückstand, der aber aufholbar ist. Ein paar Schützenfeste – wie letztens in Ottbergen (9:3) – würden die Cupverteidigung sehr schnell wieder in den Bereich des sehr gut Möglichen rücken.<br/><br/>Schwerer dürfte es für Siddessen werden. Aus einem einfachen Grund: Der Klub aus dem Ort, der politisch zu Brakel, aber sportlich zu Warburg gehört, ist frisch aufgestiegen – und in der Kreisliga A sind die Gegner naturgemäß stärker als in der Kreisliga B.

Florian Greger, Spieler aus Siddessen, kam, natürlich im Scherz, auf eine Taktik, die die Siddessener Chancen auf eine Titelverteidigung erheblich steigern dürfte: “Wir sagen der Neuen Westfälischen einfach, dass wir jedes Spiel 20:0 gewinnen. Dann sind wir nächstes Jahr wieder dabei.

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