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Siddessen holt den ersten Punkt in 2011: FC Siddessen – SuS Rösebeck 1:1 (1:1)

Der FC hat im Heimspiel gegen Rösebeck zumindest einen Punkt geholt und damit den ersten Punkt nach 4 verlorenen Spielen in 2011. Der große Befreiungsschlag war es allerdings nicht, dafür hätte es schon ein Dreier sein müssen, der auch durchaus im Bereich des Möglichen war.

Beide Mannschaften begannen konzentriert und aggressiv. Rösebeck hatte in den vergangenen Jahren immer gut in Siddessen ausgesehen und deswegen wusste der FC, was ihn heute erwartete. In der ersten halben Stunde war es ein verteiltes Spiel, ohne die ganz großen Torchancen. In der 28. Min. ging der FC in Führung. Eine flache Hereingabe von links ging bis auf die andere Seite durch, Markus Gerson nahm den Ball an, zog in die Mitte und schloss mit einem Linksschuss ab. Christian Böker, der in Mittelstürmer-position am Fünfer stand, stoppte den Ball und schoss aus der Drehung unhaltbar zum 1:0 ein.

Fast im Gegenzug kam Rösebeck zu einer großen Chance, als Michael Ritzenhoff in letzter Sekunde vor einem gegnerischen Stürmer noch so eben klären konnte. Der FC schaffte es aber trotzdem nicht, mit der Führung in die Pause zu gehen. Nach einem abgewehrten Angriff wurde der Ball im Mittelfeld gleich wieder verloren, zwei Siddessener Abwehrspieler gingen nacheinander viel zu ungestüm auf den ballführenden Spieler, der plötzlich ganz frei auf Christian Rochell zulief und sich diese Chance in der 44. Min. nicht entgehen ließ.

Die 2. Halbzeit gestaltete der FC zunächst feldüberlegen, Rösebeck blieb durch Konter und lange Bälle aber durchaus gefährlich. In der 57. Min. scheiterte Alexander Dohmann mit einer Kopfballverlängerung nach einem Einwurf am guten Rösebecker Keeper. Kurz darauf wollten die Siddessener Spieler und Zuschauer ein Handspiel im 16er gesehen haben. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber still. Nicht still blieb sie in der 72. Minute, da pfiff der Schiedsrichter und zeigte Michael Ritzenhoff für alle überraschend die Rote Karte. Seine Begründung: Michael habe, nachdem er selbst gefoult worden sei, nachgetreten.

Der Schiedsrichter rückte jetzt immer mehr in den Vordergrund. Wahrscheinlich sehe ich manche Entscheidungen etwas durch die Vereinsbrille. Aber ein Tor nach einem direkt verwandelten Freistoß nicht anzuerkennen, als der Ball als Bogenlampe vom langen Pfosten ins Tor prallt, ist schon abenteuerlich. Dass der Schiedsrichter bereits abpfiff, als der Ball noch in der Luft war, begründete er selbst mit einer Abseitsstellung. Pech für den Schiedsrichter, dass der Spieler überhaupt nicht ins Geschehen eingriff. Also musste eine vermeintliche Torwartbehinderung als Begründung für den Pfiff herhalten.

Pech hatte der FC ein weiteres Mal, als Alexander Dohmann in der 80. Min. mit einem schönen Kopfball nur den Pfosten traf. In der 82. Min. kam Rösebeck noch einmal zu einer Riesenchance. Im Siddessener 16er hatten sie urplötzlich nach einem Konter Überzahlspiel. Die Rösebecker spielten sich im 16er den Ball auch überlegt zu, bis der am besten postierte Spieler völlig frei ca. 8 m vor dem Tor stand. Zum Glück für den FC behielt Keeper Christian Rochell die Nerven und konnte den Ball abwehren.

Einen Aufreger gab es dann noch einmal zum Schluss. Nach einem rotwürdigen groben Foulspiel im Mittelfeld, zeigte der Schiedsrichter lediglich Gelb. Sicher keine spielentscheidende Situation, aber dem FC fehlt in der nächsten Woche neben dem rotgesperrten Michael Ritzenhoff ein weiterer Spieler wegen Verletzung. Die kämpferische Einstellung stimmte heute. Auch nach dem Platzverweis spielte der FC feldüberlegen. Trotzdem wird es langsam Zeit für einen Sieg, um den Abstand auf den Tabellenkeller beruhigend zu halten.

Aufstellung: Christian Rochell, Markus Gerson, Reiner Conze, Christopher Lehr, Erwin Derksen, Michael Ritzenhoff, Daniel Dohmann, Alexander Dohmann, Alexander Thiel, Markus Wintermeyer, Christian Bröker (78. Sascha Kleine-Wilde)

Tore: 1:0 Christian Bröker (28. Vorlage Markus Gerson), 1:1 (44.)

Karten: Markus Gerson (gelb), Markus Wintermeyer (gelb), Michael Ritzenhoff (rot)